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Platons Leben

Platon kam 428 vor Christus auf die Welt. Er stammte aus einer wohlhabenden aristokratischen Familie Athens. Sein Vater Ariston leitete seine Herkunft von Kodros, einem mythischen König von Athen, her und seine Mutter Periktione war mit der Familie des legendären athenischen Gesetzgebers Solon verwandt. Die Familie lebte in dem Athener Stadtteil Kollytos südlich der Akropolis. Platon hatte zwei Brüder, Glaukon und Adeimantos, und eine Schwester, Potone. Sein Vater Ariston verstarb schon früh, seine Mutter Periktione verheiratete sich um 423 v. Chr. mit Pyrilampes, einem verwitweten Athener Diplomaten und früheren Mitarbeiter des Perikles. Dessen Sohn Demos wurde dadurch Platons Stiefbruder. Aus der Ehe von Periktione und Pyrilampes ging ein weiterer Sohn hervor, Antiphon, ein jüngerer Halbbruder Platons.

Wie sein Großonkel Kritias oder sein Onkel Charmides hätte Platon in der Politik Karriere machen können, aber die Herrschaft der Dreißig Tyrannen und die Hinrichtung seines Lehrers Sokrates 399 v. Chr. unter einer demokratischen Regierung ließen in ihm die Überzeugung reifen, dass die Stadt von den Sitten der Väter abgefallen sei und überhaupt alle Staaten schlecht verwaltet seien. Nach dem Tod des Sokrates, mit dem er acht Jahre verbracht hatte, verließ er Athen und ging auf Reisen.

Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher

Er besuchte die Pythagoreer in Unteritalien und nahm 388 v. Chr. Verbindung mit Dionysios I., dem Tyrannen von Syrakus auf Sizilien auf. Er überwarf sich mit diesem, schloss aber Freundschaft mit Dion, dem Schwager und Schwiegersohn des Tyrannen. Nach seiner Rückkehr begründete Platon in Athen um 387 v. Chr. im heiligen Hain des Heros Akádemos die nach diesem benannte Akademie, die erste Athener Philosophenschule, deren Unterrichtsbetrieb bis ca. 86 v. Chr. fortdauerte. Eine spätantike Neugründung wurde von dem oströmischen Kaiser Justinian I. 529 n. Chr. geschlossen. 366 v. Chr. unternahm Platon eine zweite Reise nach Syrakus auf Einladung des Tyrannen Dionysios II. Er versuchte den Machthaber dafür zu gewinnen, seinen Idealstaat auf der Grundlage einer konstitutionellen Monarchie zu verwirklichen. Doch zeigte sich Dionysios ebenso unbelehrbar wie der Philosoph Platon unbeugsam. Platon starb 347 vor Christus.



Platon | 428 - 347 vor Chr.